•Wacom Bamboo Tutorial Teil 2•

•Wacom Bamboo Tutorial Teil 2•

Nachdem Teil 1 große Begeisterung auslöste, poste ich nun Teil 2 meines Bamboo Tutorials. Heute wird es zwar etwas kürzer ausfallen, aber das heißt nicht, dass die Art der Übungen kurz sind. Glaubt mir, ihr werdet mehrere Stunden üben müssen! ;-)

In meiner Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin hatte ich auch Airbrush Unterricht, und auch da dachten wir alle: „Das wird schon, wir werden uns schnell dran gewöhnen.“ Ja von wegen, es war eine riesige Umstellung. Es war schwieriger als wir dachten, anfangs jedenfalls. ;-) Aber unser Airbrush Lehrer brachte uns einige Tricks bei die uns halfen, mehr Gefühl fürs Sprühen zu bekommen. Im Prinzip ist das nichts anderes, denn man berührt weder mit der Airbrushpistole, noch mit dem Tablet Stift das Endprodukt, das eigentliche Bild.
Ich habe bei meinen ersten Übungen mit dem Tablet einfach diese Übungen wiederholt – und danach klappte es wunderbar. Ich hoffe, Euch helfen Sie auch!

1. Übung: Linienführung

Oh ja, meine ersten Zeichnungen waren extrem wackelig. Ich bekam keine schönen Kurven hin, sehr zackig und ungewohnt. Also habe ich mir damals eine kleine Technik aus dem Airbrush Unterricht zurechtgelegt, so dass ich mehr und mehr üben konnte und auch besser wurde.

Also, fangen wir an!

Erstellt ein neues Dokument (für den Anfang reichen 800 Pixel x 600 Pixel) und wählt einen Pinsel mit harter Kante, 100% Deckkraft und eine Größe von ca. 80-90 Pixeln.
Und was dann? Zeichnet einfach eine geschlängelte Linie rein, sie muss nicht einmal hübsch aussehen. Eine ganz einfache Linie! ;-)

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So, dann nehmt eine andere Farbe, die sich deutlich von der letzten Farbe abhebt und verkleinert den Pinsel um ca. 10 Pixel. Und zeichnet die Linie nach. ABER!!! Ihr dürft auf keinen Fall den Stift absetzen! Sonst wärs geschummelt und würde auch nichts bringen. Einer der größten Fehler ist anfangs wirklich die Tatsache dass man “strichelt” (so nannte es mein Zeichnenlehrer). Die Zeichnungen oder Outlines werden unsauber und das kann die ganze Arbeit zerstören.

Wechselt nach und nach die Farben, verkleinert den Pinsel immer wieder bis es nicht mehr geht – und wiederholt die Aufgabe so oft wie möglich. (Besonders schön wenn einem richtig langweilig ist! ;-) )

2. Übung: Nikolaushäuschen

Das – ist – das – Haus – vom – Nikolaus!
Klar, das kennen wir alle. Und es ist perfekt um einigermaßen gerade Linien zeichnen zu lernen. ;-)

Wer sich nicht mehr an das Nikolaushäuschen-zeichnen erinnern kann, so geht es:

Natürlich ist das ein ziemlich schiefes Haus. Hier solltet Ihr, so lächerlich es auch klingt, eine gerade Vorlage mit Pfaden zeichnen, und Euch nach dieser richten. Je präziser Eure Linienführung wird, desto besser!

Und dann einfach die Konturen nachzeichnen. Wählt dafür anfangs einen kleinen Pinsel und vergrößert ihn sobald ihr euch sicher seid dass ihr gerade Linien zeichnen könnt. So verbessert Ihr Eure Linienführung ungemein, auch wenn es einfach wirkt. ;-)

Fühlt ihr euch nun etwas sicherer mit dem Tablet? Beim nächsten Teil werdet Ihr mit der Linienführung einigermaßen vertraut umgehen müssen, da werden wir unsere ersten Skizzen anfertigen. ;-)

Den Unterschied von warmen und kalten Farben lernt man ja meist schon in der Grundschule, auch das Mischen von Farben. Beim Colorieren ist es wie bei einer richtigen Farbpalette – man nimmt eine bestimmte Anzahl von Farben und mischt diese untereinander, um neue Farben zu erhalten.

Natürlich könnte man einfach den Farbwähler in Photoshop nehmen und zack! eine neue Farbe rauspicken. Nur oft passiert es, dass diese Farbe nicht mit den anderen harmoniert, aufgrund der verschiedenen Werte. Deswegen, übt das Mischen von Farben einfach mal, fertigt schonmal kleine Fantasie Bilder an! Viel Erfolg! Und wenn Ihr Lust habt, schickt mir schonmal erste Ergebnisse, ich würde mich freuen! :-)

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